Psychologie

Trans* ist keine Krankheit

Trans* ist eine gesunde Normvariante geschlechtlicher Identität. Die sich von der Biologie herleitende Auffassung, es gebe bloss zwei Geschlechter, wird weder der biologischen, geschweige denn der psychologischen Geschlechtervielfalt gerecht. Es gibt so viele Geschlechtsidentäten, wie es Menschen gibt.

Trans* als Krankheit einzuordnen hat in der Psychologie und in der Medizin Tradition. In den beiden wichtigsten internationalen Klassifikationen der Krankheiten wird «Transsexualität» noch immer als «Geschlechtsidentitätsstörung» (ICD-10) bzw. «Geschlechtsdysphorie» (DSM-V) bezeichnet.

Dies dürfte sich aber mit den laufenden Revisionen der jüngst verabschiedeten Version 7 der Behandlungsrichtlinien, der «World Professional Association for Transgender Health» (WPATH) ändern. Auch die «Altdorfer Empfehlungen» sagen deutlich, dass trans* weder eine psychische Erkrankung noch eine Störung der Identität ist.

Der verbreitete Glaube, dass bestimmte psychische Störungen unter Transmenschen gehäuft vorkommen, hat sich ebenfalls als falsch erwiesen. Falls gewisse Störungen häufiger auftreten, etwa depressive Verstimmungen oder Angststörungen, dann sind sie als Reaktion auf die oft schwierigen Lebensumstände zurückzuführen. Transmenschen sind im Durchschnitt genauso gesund wie Cismenschen.

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