Willkommen!

Der Verein Transgender Network Switzerland (TGNS) ist die Schweizer Organisation von und für Transmenschen und ihre Freund_innen.
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Bist du trans* und hast Kinder?

Wünschst du dir einen Austausch mit anderen trans* Eltern? Möchtest du andere trans* Eltern kennenlernen? Möchtest du deinem Kind/deinen Kindern zeigen, dass es noch andere Eltern gibt, die trans* sind, und sie nicht alleine sind? Möchtest du deinem Kind die Möglichkeit geben, andere Kinder von trans* Eltern zu treffen?

Na dann: Herzlich Willkommen bei den trans* Eltern!

Sehr bald wollen wir ein erstes Treffen (voraussichtlich in Zürich) machen, einander kennenlernen und unsere Bedürfnisse besprechen. Trans* Menschen, die eine Familie gründen wollen oder trans* Eltern, die bei ihrer Familie nicht geoutet sind, dürfen sich natürlich ebenfalls melden!

Kontakt: transeltern@tgns.ch

Teil mir in deiner Mail bitte auch deine Motivation für die Anmeldung
mit. Auch Ideen sind herzlich willkommen.

Ich freue mich auf euch!
Herzlich
Noé

Trans* Eltern ist eine Elterninitiatve von Transgender Network
Switzerland, unterstützt von der Fachstelle für Transmenschen.

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No Fear To Be You – Zürich Pride 2017

Am 9. und 10. Juni findet auf dem Kasernenareal in Zürich das Zürich Pride Festival statt. TGNS ist dort mit einem Stand vertreten und wir freuen uns, wenn Ihr bei uns vorbeikommt, um mit uns zu plaudern, zum gegenseitigen Kennenlernen und informieren.
Du willst sogar am Stand mithelfen? Cool! Dann trage Dich doch gleich in das Doodle ein

Demonstration: Für mehr Sichtbarkeit von Transmenschen!
Natürlich nehmen wir am Samstag, 10. Juni auch am Demonstrationsumzug teil.
Treffpunkt für alle ist um 12:45 am MÜNSTERHOF. Dort werden wir nach den Eröffnungsansprachen gleich an zweiter Stelle im Umzug marschieren (direkt hinter QUEERAMNESTY.CH). Dort, bei der Gruppe von Amnesty, ist auch unser Treffpunkt.
Bringt für unsere Sichtbarkeit weisse Schirme und Transfahnen mit!
Hier im Doodle kannst du noch deine Teilnahme eintragen

Die Route:
Münsterhof-Münsterbrücke-Limmatquai-Rudolf-Brun Brücke-Uraniastrasse-Bahnhofstrasse–Bärengasse–Talacker-Sihlporte-Sihlstrasse-Sihlbrücke-Kasernenstrasse-Müllerstrasse-Ankerstrasse-Helvetiaplatz.

Link zu weiteren Informationen

Link zum Homepage der Pride

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Istanbul-Konvention: Gewaltschutz auch für Transmenschen

(Bern, 31. Mai 2017) Heute sprach sich der Nationalrat deutlich für die Ratifizierung des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt aus. Der Beitritt zu dieser sogenannten Istanbul-Konvention ist auch für Transmenschen in der Schweiz ein wichtiger Schritt. Denn die Konvention ist, so ihr Art. 4(3), explizit auch auf Gewalt aufgrund der „Geschlechtsidentität“ anwendbar. Transgender Network Switzerland (TGNS) ist entsprechend erfreut über diesen Entscheid des Nationalrates.

Die Istanbul-Konvention führt ausführlich die Verpflichtungen des Staates auf, häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt zu bekämpfen und den Opfern adäquaten Schutz zu bieten. Unter anderem müssen Massnahmen in den Bereichen Prävention, Betreuung und Hilfe, Rechtsschutz und (zivil- und strafrechtliche) Verfahren vorgesehen werden. Um ihren Verpflichtungen auch gegenüber Transmenschen tatsächlich nachkommen zu können, hat die Schweiz jedoch noch beträchtlichen Vorbereitungsbedarf.

Damit die Konvention ihre Wirkung tatsächlich entfalten kann und Transmenschen weniger Gewalt ausgesetzt werden sowie als Opfer adäquate Unterstützung und Rechtsschutz erhalten, müssen alle beteiligten Fachpersonen – von Betreuungs- und Beratungsangeboten über Polizei bis zu Gerichten – sensibilisiert und geschult werden, wie mit Transmenschen, die Opfer von Gewalt wurden, korrekt umzugehen ist. Dieses Wissen fehlt heute noch in den meisten Institutionen. Was wiederum dazu führt, dass sich Transmenschen oft gar nicht erst an diese Institutionen wenden.
Ebenso fehlen Zahlen, wie viele Transmenschen Opfer von Gewalt wurden. Denn Transphobie als Motiv für Hassverbrechen oder Hassreden wird heute offiziell in der Schweiz nicht erfasst. Dadurch bleibt diese spezifische Gewalt aber auch offiziell unsichtbar.

Transgender Network Switzerland fordert daher den Bundesrat und die Kantone auf, die notwendigen Vorbereitungsmassnahmen zu treffen, damit mit der Ratifizierung der Istanbul-Konvention die Schweiz auch tatsächlich allen Opfern von geschlechtsspezifischer Gewalt, inklusive Transmenschen, den versprochenen Schutz bieten kann.

Zum Entscheid des Nationalrates

Zum Text der Istanbul-Konvention

Ein Bericht in der NZZ

humanrights.ch über die Istanbul-Konvention (7.6.2017)

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Ein voller Erfolg! Erster Transtag in der Romandie

An vergangenen Schweizer Transtagungen kamen jeweils nur wenige Teilnehmende aus der Romandie. Um nicht durch zu einseitige Sprach- und Ortswahl einen unnötigen Röstigraben zu buddeln, entstand der Plan, in französischer Sprache einen Transtag in der Romandie auf die Beine zu stellen.

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IDAHOT – Wo stehen Schweizer LGBTI-Rechte im europäischen Vergleich?

Pünktlich zum IDAHOT veröffentlicht ILGA Europe (International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association) heute das alljährliche Rainbow Europe Package; eine informative Übersicht der Rechtslage von LGBTI-Menschen in Europa.

ILGA verzeichnet damit dieses Jahr nicht nur die Entwicklung der LGBTI-Rechte in Europa, sondern liefert zum ersten Mal konkrete, auf das jeweilige Land abgestimmte Verbesserungsvorschläge.

Diese Hilfestellung scheint bitter nötig.

Denn wie der Report mehr als deutlich macht, ist der Fortschritt zwar vorhanden, aber er bleibt schleppend und ständig bedroht. Grosse Errungenschaften wie aus Frankreich, Italien und Malta prägten die Schlagzeilen, aber die gesamteuropäische Sicht zeigt: Es gibt keinen Anlass, sich zufrieden zurückzulehnen.

Im letzten Jahr rutschte die Schweiz um 2 Prozentpunkte von 33 auf 31% ab und entfernt sich nach einer deutlichen Verbesserung in den Jahren zuvor umso drastischer von den fortschrittlicheren Nachbarn Deutschland (54%), Österreich (56%) und allen voran Frankreich (71%).  Trotzdem sind auch für das letzte Jahr einige Erfolge zu verzeichnen, an denen auch TG NS einen Anteil hatte.

Für das vergangene Jahr lobt der Report unter anderem:

  • die Ausweitung der Stiefkindadoption auf eingetragene Partnerschaften
  • die Ablehnung von Versuchen, die Ehedefinition dauerhaft einzuschränken
  • die produktive Debatte und Reaktion der SRG um den Fall von Transphobie bei Giacobbo/Müller
  • die voranschreitende Öffnung von Blut- und Stammzellspenden für MSM (Männer, die Sex mit Männern haben)
  • die Einrichtung der LGBT-Helpline zur Erfassung von Hassverbrechen

So wichtig und hart erkämpft diese Erfolge waren, konnten sie das Ranking nicht retten. Neben dem weiterhin vergeblichen Warten auf Ehegleichheit und Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare, sorgen besonders das Fehlen von erleichterten Transitionsbedingungen für Transmenschen und eines umfassenden Rechtschutzes gegen Hassverbrechen aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität für einen so tiefen Platz auf der Liste.

 

ILGA empfiehlt daher, konkrete Strategien zur Umsetzung von Schutzmassnahmen gegen Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität und Geschlechtsmerkmalen zu entwickeln und umzusetzen. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass es nötig sei, in Zusammenarbeit mit der Transgemeinschaft einen gesamtschweizerischen Plan zum Schutz der Menschenrechte der Transbevölkerung zu entwickeln.

Diesen Empfehlungen können wir uns nur anschliessen! TGNS ist gut aufgestellt und wir sind bereit, unseren Anteil an der Planung und Umsetzung dieser wichtigen Ratschläge zu leisten.

 

P.S.: Neben diesen zwiespältigen Informationen bringt der diesjährige IDAHOT auch viel Grund zur Freude: Chelsea Mannings Begnadigung tritt zur Feier dieses Tages heute in Kraft!

Links:

Überblick Schweiz:
https://rainbow-europe.org/#8663/0/0
Rainbow Map Europa:
http://www.ilga-europe.org/sites/default/files/Attachments/rainbow_europe_map_2017.pdf
Länderreport Schweiz:
http://ilga-europe.org/sites/default/files/2017/switzerland.pdf

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Umfrage Rechtsberatung TGNS

Die Rechtsberatung von TGNS erfreut sich grosser Beliebtheit: Wir erhalten jedes Jahr mehr Anfragen und beraten eine immer grössere Anzahl von Transmenschen, Angehörigen und Institutionen.

Leider hat diese an und für sich positive Entwicklung auch zur Folge, dass wir zeitlich und personell an unsere Grenzen stossen. Um die gute Qualität unserer Arbeit weiterhin aufrecht erhalten zu können, sehen wir uns deshalb gezwungen, verschiedene Massnahmen zu ergreifen – wozu unter anderem auch eine Zugangsbeschränkung gehören wird.

Da wir grossen Wert auf eure Meinung legen, möchten wir von euch wissen, wie diese am besten aussehen soll und was ihr gar nicht mittragen würdet. Die Antwortmöglichkeiten sind nur mögliche Kriterien. Eure weiteren Vorschläge sind herzlich willkommen. Das Team der Rechtsberatung wird dann entscheiden, wie die Zugangsbeschränkung gestaltet wird.

Wir danken euch für eure Teilnahme bis am 31.5.2017

Das Team der Rechtsberatung

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Tschetschenien: Brief der Dachverbände an Bundesrat Burkhalter

Fast täglich erfahren wir in der Schweiz schreckliche Nachrichten aus Tschetschenien, wo LGBTI-Menschen systematisch verfolgt und in «Konzentrationslagern» eingesperrt werden.

Die Fachgruppe International der Schweizer LGBT+-Dachverbände hat daher einen Brief an Bundesrat Burkhalter verfasst, in dem der Bundesrat aufgefordert wird, diese Vorfälle zu verurteilen und sich dafür einzusetzen, dass in Tschetschenien die Menschenrechte eingehalten werden, die Hassverbrechen untersucht werden und die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden. Ausserdem sollen Asylsuchende, die – nicht nur aus Tschetschenien – wegen ihrer Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung verfolgt werden, in der Schweiz Asyl erhalten.

Kundgebung: Am 13. April, 19-20 Uhr findet in Bern auf dem Bundesplatz eine von der Milchjugend organisierte Kundgebung für Tschetschenien statt: Link

Der Brief an BR Burkhalter im Wortlaut: PDF

Speziell zur Gewalt gegen Transmenschen

Urgent Action von Queeramnesty Schweiz für Tschetschenien

Der Brief der HAB Bern an BR Burkhalter

Human Rights Watch

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Stand des Projektes Trans-Fair

Mit dem 5. Workshop, der zusammen mit dem Sounding Board beim RAV Zürich Hardturmstrasse stattfand, haben wir die Projektphase 2 begonnen. In dieser Phase befasst sich das Projektteam mit Bewerbung, Rekrutierung und Vermittlung von Transpersonen. Die Vorbereitung und Planung dieser Projektphase hat sich als deutlich komplexer und schwieriger erwiesen als die Phase 1, in der wir uns mit Mitteln zur Optimierung des Coming-out am Arbeitsplatz befasst haben. Als eines der Hauptprobleme im Bemühen um eine neue Stelle wurde im Workshop das Selbstwertgefühl der Trans-Bewerber_innen identifiziert, denn dieses prägt den Auftritt von Bewerber_innen in den Unterlagen und vor allem im Gespräch mit einem künftigen Arbeitgebenden. Dieses im Rahmen einer Bewerbung zu stärken, wird eine gut konzipierte Kombination von Hilfsmitteln erfordern, die wir in dieser 2. Projektphase entwickeln werden.

In einem Zwischenbericht und bei einem Treffen hat die Projektleitung im März 2017 das Eidgenössische Büro für Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) über Trans-Fair informiert. Das EBG stellt die Finanzmittel für das Projekt zur Verfügung, weshalb für Trans-Fair eine gesonderte Rechnungslegung aufgebaut wurde, die dem Standard für Kapitalgesellschaften entspricht. Gegenstand der Erörterungen war neben dem Stand und Verlauf von Trans-Fair auch die sich anschliessende Umsetzungsphase. Im Sinne einer regional präsenten und fachlich kompetenten Organisation zur Umsetzung wurden Möglichkeiten angesprochen, bei denen auch eine Förderung durch das EBG denkbar ist. Die Projektleitung hat nun Grundlagen, die Planung der Umsetzungsphase anzugehen.

Das Projektteam ist parallel zur Aufbereitung der vielen wichtigen und hilfreichen Erkenntnisse des 5. Workshops damit befasst, Detailarbeiten aus der 1. Projektphase zu erledigen. Dazu gehört z.B. der Druck der französischen und italienischen Sprachversionen der 4 Broschüren und der Trans*-Policy, die in der 1. Projektphase entwickelt wurden, wie auch die optische und inhaltliche Optimierung der inzwischen entwickelten Website zum Projekt Trans-Fair.

In diversen Einzelfällen hat das Projektteam bzw. die Projektleitung bereits Support bei Coming-out-Vorgängen am Arbeitsplatz geleistet. Solange das Entwicklungsprojekt Trans-Fair läuft, wollen wir Erkenntnisse des Projektes bereits jetzt umsetzen, um zeitnah Hilfe anbieten zu können. Trans-Fair war und bleibt auch eines der wichtigen Themen, die an den Transtagungen des TGNS angeboten werden, auch am Congrès Trans Suisse Romandie am 29.04.2017 in Yverdon.

Wer ein Coming-out am Arbeitsplatz plant oder einen Jobwechsel als Transmensch in Erwägung zieht, meldet sich bitte bei der Projektleitung Trans-Fair, Sharon Zielasek: sharon.zielasek@tgns.ch.

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Am 29. April 2017 findet der 1. Transtag in der Romandie statt

Endlich ist es so weit: am Samstag 29.April 2017 findet in Yverdon-les-bains zum ersten Mal der Congrès Trans* Suisse Romandie statt. Im Parc Scientifique et Technologie haben wir 2 Seminarräume reserviert und werden 7 Workshops anbieten. Tagungssprache ist französisch. Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung findest du auf www.congres-trans.ch. Die Tagung wird von Uschi Grüson und Sharon Zielasek organisiert.

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Zwangssterilisationen an Transmenschen verletzen Menschenrechte

Am 6. April 2017 verurteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Frankreich, weil Transmenschen für die Änderung des amtlichen Geschlechts zu medizinischen Eingriffen gezwungen werden. Ein wegweisendes Urteil, das sich wohl auch deutlich auf die Schweizer Gerichtspraxis auswirken wird.

Die Klägerinnen, die drei Transfrauen A.P., Garçon und Nicot, hatten die Änderung ihres amtlichen Geschlechts vor lokalen französischen Gerichten eingefordert. Diese Änderung hätte es ihnen ermöglicht, Dokumente zu erhalten, die ihre Geschlechtsidentität korrekt widerspiegeln und sie nicht tagtäglich zu Coming-outs als trans* zwingen. Doch als Frauen anerkannt zu werden, war ihnen verwehrt worden, da sie keine irreversible Geschlechtsänderung („caractère irréversible de la transformation de [l’]apparence“) – insbesondere keine Sterilisation – nachweisen konnten.

In seinem heutigen Urteil spricht der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte dazu Klartext:
Sterilisationen, Eingriffe, die zu Fortpflanzungsunfähigkeit führen können, sowie Eingriffe, welche die äussere Erscheinung dauerhaft verändern, für die Änderung des amtlichen Geschlechts vorauszusetzen, verletzt das Recht auf Privatleben (Art. 8 EMRK). Keine Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention sah der Gerichtshof hingegen in der Auflage, das Trans-Sein mittels Diagnose nachzuweisen.

Die aktuelle Situation in der Schweiz entspricht derjenigen von Frankreich, die durch das heutige Urteil sehr deutlich gerügt wurde. Auf Basis eines Bundesgerichtsurteils von 1993 (BGE 119 II 264), welches einen „irreversiblen Geschlechtswechsel“ als Voraussetzung für die Änderung des amtlichen Geschlechts statuierte, verlangen einzelne Gerichte noch immer zwingend operative Sterilisationen und die Mehrheit der Gerichte durch Hormonbehandlung erreichte Fortpflanzungsunfähigkeit. Zur Änderung dieses Vorgehens sind die betroffenen Gerichte ab sofort aufgefordert.

Die Organisation Transgender Network Switzerland (TGNS) ist hoch erfreut über dieses Urteil aus Strassburg.
Alecs Recher, Leiter der Rechtsberatung von TGNS: „Nun muss auch die Schweiz endlich Schluss machen mit der grausamen Praxis der Zwangssterilisationen und zwangsweisen Hormonbehandlungen an Transmenschen. Viele Schweizer Transmenschen können heute in eine Zukunft mit weniger Diskriminierung, Stigmatisierung und Marginalisierung im Alltag blicken, weil sie nun ihre Dokumente anpassen lassen können. Dieses Urteil zeigt aber auch, wie unverändert wichtig der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte für die Schweiz ist.“

Zürich, den 6. April 2017

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