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Der Verein Transgender Network Switzerland (TGNS) ist die Schweizer Organisation von und für Transmenschen und ihre Freunde.

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Suizide von jungen LGBTQ-Menschen

Die Suizide von zwei jungen Transfrauen haben die Community in den letzten Wochen erschüttert. Bei aller Trauer und Anteilnahme, bei aller Wut und dem Wunsch, auf Missstände in der Unterstützung junger LGBTQ-Menschen aufmerksam zu machen, dürfen wir aber eine Sache nicht aus den Augen verlieren: Emotionale Berichterstattung führt zu einer Erhöhung der Suizidrate, wie wissenschaftlich klar belegt ist.

Vertreter_innen der gesamten LGBTQ-Community sind sich des Problems bewusst und arbeiten derzeit an einer gemeinsamen Strategie, wie die Berichterstattung, v.a. via soziale Netzwerke über Suizide unter Transjugendlichen sowie jungen Menschen, die lesbisch, bisexuell und schwul sind, gestaltet werden kann. Einerseits ist Aufklärung über Suizidalität und prekäre Situation vieler LGBT-Jugendlicher wichtig, um das Problembewusstsein der Bevölkerung zu schärfen; andererseits ist um jeden Preis zu vermeiden, dass die Berichte über Suizide dazu beitragen, dass weitere junge Leute ihrem Leben ein Ende setzen.

Transmenschen können sich in der Schweiz an Beratungspersonen u.a. bei folgenden Institutionen wenden: Transgender Network Switzerland, Checkpoint Zürich und Waadt, Fachstelle für Aids- und Sexualfragen St. Gallen sowie Universitätsspital Zürich (Gender-Dysphorie-Team). Die Notfallnummer 143 und die Kriseninterventionszentren stehen LGBTQ-Menschen natürlich ebenfalls offen.

Das Milchbüechli hat Richtlinien zur Kommunikation über den Suizid von jungen LGBTQ-Menschen erstellt, denen sich TGNS anschliesst.

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Übergabe des Gleichstellungspreises in Zürich

oder «Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten…»

Bild PreisträgerInnenAm 17. November wurde in einer feierlichen Zeremonie der diesjährige Gleichstellungspreis des Stadtrats der Stadt Zürich an die Rechtsberatung von TGNS verliehen.

Stadtrat Daniel Leupi begrüsste die Anwesenden und stellte die Jury vor. Dann wurden die Preisträger auf die Bühne gebeten: Alecs Recher und Kristin Hoffmann für die Rechtsberatung, Henry Hohmann als Präsident von TGNS.

Mit einem riesigen Blumenstrauss, einer Urkunde und Standing ovations wurde die Übergabe des Preises, der mit 20‘000 Fr. dotiert ist, gefeiert. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Msoke, der Stücke aus seiner neuen CD «Free Motion» vorstellte. Weiterlesen

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Radio Lora: Gleichstellungsfeier und Transinterviews

Pascale von Radio Lora hat die Ansprachen an der feierlichen Übergabe des Gleichstellungspreises am 17. November aufgenommen. Die Dankesreden von Henry Hohmann und den Preisträgern Alecs Recher und Kristin Hoffmann sowie die Laudatio von Claudia Kaufmann mit einem Kommentar von Yv sind hier noch einmal nachzuhören.

Im Anschluss gibt es ein Interview mit Michelle, die über ihr die Anfänge von TGNS und ihr Trans*-Coming-out aus der Zeit vor dem Internet berichtet.

Abschliessend interviewt Pascale Sascha, der den Anerkennungspreis innerhalb des Förderpreises der Genderstudies an der ZHAW gewonnen hat. Sascha hat seine Transition mit seinem Projekt «Teenager» photographisch dokumentiert.

Zum Nachhören der Sendung unten klicken.

 

Radio Lora

 

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Transmenschen in Europa – alarmierende Zahlen

Die alarmierende Wirklichkeit für Transmenschen in der EU beleuchtet ein neuer Bericht der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA): Gewalt und Diskriminierung sind an der Tagesordnung, viele Transpersonen verheimlichen ihre Identität, werden marginalisiert und leben in Isolation oder sogar Angst.

Cover Being Trans in EU«Jeder Mensch hat das Recht, er selbst zu sein. Tatsächlich leben jedoch viele Transmenschen in Furcht, da die Gesellschaft Transpersonen und ihren Bedürfnissen häufig intolerant und ignorant gegenübersteht», erklärt der FRA-Direktor FRA, Morten Kjaerum. «Unser Bericht zeigt, dass Transmenschen deutlich besser in Mitgliedstaaten leben, die ein Problembewusstsein aufweisen und Massnahmen zum Schutz und zur Unterstützung von Transmenschen entwickeln. Die EU und alle Mitgliedstaaten sollten diesen Beispielen folgen, damit alle Transmenschen in jeder Situation sie selbst sein können.» Weiterlesen

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Transgender Day of Remembrance 2014 – Transphobie ist tödlich

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Der Transgender Day of Remembrance erinnert 2014 an die vielen Transmenschen – fast ausschliesslich Transfrauen –, die in diesem Jahr wegen ihrer Transidentität umgebracht wurden. 226 Namen sind bekannt geworden – die Dunkelziffer liegt viel höher. Weiterlesen

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TGNS in den Medien

Zwei neue Artikel über das, was Trans* wirklich ausmacht und wo wir Transmenschen in der Schweiz auf rechtlicher Ebene gerade stehen.

Sterilisation zur Bedingung gemacht

von Cristina Neuhaus

Wer in einem weiblichen Körper geboren, offiziell als Mann durchs Leben gehen will, muss vor Gericht. Oft wird die Sterilisation zur Bedingung gemacht. Für den Zürcher Juristen Alecs Recher sind solche Grundrechtsverletzungen tägliches Brot.

(…)
…Dafür, dass Vormundschafts- und Fürsorgebehörden bis in die achtziger Jahre Zwangssterilisationen vornehmen liessen, habe sich der Nationalrat entschuldigt, sagt Recher. Bei Änderungen des amtlichen Geschlechtes werde ein solch schwerwiegender Eingriff gemäss gängiger Rechtspraxis aber immer noch zur Bedingung gemacht.

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Quelle: NZZ online vom 14.11.2014

Die neue Trans*-Klasse: Die Identität ist wichtig

12.10.2014 Daniel Diriwächter

Die Transgender-Thematik wird oft noch falsch verstanden. Der Leiter der Zürcher Fachstelle für Transmenschen erklärt, warum die Darstellung in der Presse so wichtig für das Verständnis von Trans* ist.

So ist etwa der Begriff «Transsexualität», wenn auch noch oft verwendet, missverständlich. «Die Vokabel ist eng mit der immer noch bestehenden Psychopathologisierung von Transmenschen verknüpft. Ausserdem klingt Transsexualität so ähnlich wie Hetero-, Homo- oder Bisexualität. Trans* hat aber mit Sexualität nur am Rande zu tun. Es geht darum, wer man ist und nicht, welche Art Beziehungen man hat», erklärt Hannes Rudolph. In der Community sowie bei Experten wird mit anderen Begriffen gearbeitet. Die Vokabel Trans* (mit oder ohne Sternchen) setzt sich durch.

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Schweiz: Rechtslage von LGBT-Menschen weiterhin lückenhaft

Die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) hat ihren Menschenrechtsbericht zur Schweiz veröffentlicht. Der Report verzeichnet erfreuliche Verbesserungen, doch vor allem auf dem Gebiet von LGBT-Rechten gibt es nach wie vor grosse Lücken. Mehrere Schweizer LGBT-Verbände fordern eine rasche Umsetzung der kritisierten Punkte.

Der Bericht bestätigt, dass die Schweiz ein sicheres Land ist und viele Entwicklungen positiv seien. Doch gebe es weder eine umfassende und effektive Gesetzgebung zur Bekämpfung von Rassismus, Homophobie und Transphobie, noch würden Straftaten mit entsprechenden Motiven von der Polizei systematisch erfasst. Deshalb sollten  Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität in Art. 261bis des Strafgesetzbuchs aufgenommen werden. Weiterlesen

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TGNS-Rechtsberatung erhält Gleichstellungspreis

festhimmel defTransgender Network Switzerland erhält den mit 20‘000 Franken dotierten Gleichstellungspreis der Stadt Zürich 2014. Ausgezeichnet wird die Rechtsberatung, die ehrenamtlich und gratis Transmenschen bei rechtlichen Problemen unterstützt.

 

Die Rechtsberatung von TGNS

Die TGNS-Rechtsberatungsstelle ist die einzige auf Transrechte spezialisierte Stelle in der Schweiz. «Ich bin Nadine, eine Transfrau und möchte auch im Pass Nadine und eine Frau sein. Wie geht das?» oder «Hallo TGNS, unsere Krankenkasse sagt, mein Sohn dürfe keine Operation machen bevor er 25 ist. Stimmt das? Er hält das nicht mehr sechs Jahre aus!» So lauten Fragen, die an die Rechtsberatungsstelle herangetragen werden. Anfragen rund um die Änderung des Vornamens und des amtlichen Geschlechts machen etwa die Hälfte, die Ablehnung der Krankenversicherer, die Kosten für geschlechtsangleichende Massnahmen zu übernehmen, etwa ein Viertel der Fälle aus. Die TGNS Rechtsberatung beantwortet nicht nur diese typischen, sondern Fragen aus sämtlichen Rechtsgebieten. Sie steht neben Transmenschen selbst auch allen anderen, wie etwa Arbeitgebern, Behörden, medizinischem Personal oder Anwältinnen offen. Weiterlesen

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Erfolgreiche zweite Transtagung in Bern

Am 6. und. 7. September fand in der Villa Stucki in Bern die zweite Schweizer Transtagung statt.

Villa Stucky TGNS-Präsident Henry Hohmann hob in seiner Eröffnungsansprache hervor, dass «Transmenschen nicht die Erwartungen der Gesellschaft erfüllen sollen, sondern dass jede und jeder sich so zeigen soll, wie sie oder er ist». Jede Transperson sei ein Botschafter im Namen der Vielfalt, wie es auch das Tagungsmotto «be unique – be yourself» formuliere. Dazu brauche es Kraft, Selbstbewusstsein und Mut, aber auch Austausch, Unterstützung und Information. Dies sei der Zweck der Transtagung, und dafür setze sich Transgender Network Switzerland auf politischer, medizinischer und gesellschaftlicher Ebene ein.

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Anmeldung geschlossen!

Alle Tagungsplätze sind vergeben. Wir führen aber eine Warteliste, bitte schreibe ein Mail an und gib an, ob Du a) an der ganzen Tagung oder b) nur Samstag oder c) Sonntag teilnehmen möchtest. Wir informieren Dich, sobald ein Platz frei wird!
Trotz der grossen Nachfrage müssen wir Euch leider mitteilen, dass die räumlichen Möglichkeiten in der Villa beschränkt sind, und wir mit den angemeldeten Personen bereits über dem Limit liegen. Wir bitten Euch daher herzlich, dies zu akzeptieren und nicht spontan an der Tagung teilnehmen zu wollen.
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